Q1-Q3 2014: AT&S mit signifikanter Ergebnissteigerung und höherem Ausblick für das Gesamtjahr 2014/15

  • Umsatz mit EUR 489,4 Mio. mit 8,5 % über dem Vorjahreswert
  • EBITDA um 27,1 % auf EUR 127,3 Mio. gestiege
  • EBITDA-Marge von 22,2 % auf 26,0 % verbessert
  • Konzernergebnis um 65,4 % auf EUR 50,3 Mio. erhöht
  • Gewinn pro Aktie: EUR 1,29 (vs. EUR 1,08 in Q1-Q3 2013/14)
  • Ausblick für 2014/15 erhöht: Umsatz von EUR 623-633 Mio. und EBITDA-Marge zwischen 23 % und 24 % erwartet

In einem von starker Saisonalität geprägten Marktumfeld konnte der führende Leiterplattenhersteller AT&S in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2014/15 die wesentlichen Finanzkennzahlen deutlich verbessern. „Das dritte Quartal zählt traditionell zu den stärksten von AT&S. Auf Basis des außergewöhnlich starken Weihnachtsgeschäfts mit mobilen Endgeräten und einer kontinuierlich positiven Entwicklung im Bereich Industrial, Automotive und Medical haben wir mit der daraus resultierenden Vollauslastung und einem nahezu optimalen Produktmix eines unserer bisher besten Quartalsergebnisse erzielt“, so CEO Andreas Gerstenmayer.

Höherer Umsatz trotz Kapazitätsbegrenzung

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 (01.04.-31.12.2014) erzielte AT&S einen Umsatz von EUR 489,4 Mio., das bedeutet gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 450,9 Mio. eine Steigerung um 8,5 %. Dazu Andreas Gerstenmayer: „Trotz sehr hoher Auslastung der Kapazitäten ist es uns gelungen, durch Optimierung der Planung und Steuerung der Produktions- und Logistikprozesse den Output nochmals wesentlich zu erhöhen.“

Deutliche Ergebnissteigerung

Auf Basis der ungebrochen hohen Auslastung, einem weiter verbesserten Produktmix, einem erfolgreichen Kostenmanagement und positiven Währungsumrechnungseffekten in Höhe von EUR 4,7 Mio. konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 27,1 % auf EUR 127,3 Mio. gesteigert werden. Die EBITDA-Marge erreichte im Berichtszeitraum mit 26,0 % einen Höchstwert (Q1-Q3 2013/14: 22,2 %).

Aufgrund der hohen operativen Ertragskraft stieg der Konzerngewinn in der Berichtsperiode um 65,4 % auf EUR 50,3 Mio. Analog dazu erhöhte sich der unverwässerte Gewinn pro Aktie trotz erhöhter Anzahl ausgegebener Aktien im Quartalsvergleich um 19,4 % von EUR 1,08 auf EUR 1,29.

Cashflow und Bilanz

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag in den ersten drei Quartalen mit EUR 95,4 Mio. um 16,2 % über dem Wert des Vorjahres (EUR 82,1 Mio.). Zu diesem Anstieg hat das höhere Konzernergebnis maßgeblich beigetragen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöhte sich insbesondere aufgrund des im Bau befindlichen Werkes in Chongqing in den ersten drei Quartalen 2014/15 auf EUR -130,4 Mio. (Q1-Q3 2013/14: EUR – 69,9 Mio.)

Das Konzerneigenkapital lag zum Bilanzstichtag 31.12.2014 bei EUR 502,8 Mio., das bedeutet eine Steigerung um 28,7 % gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres und ist sowohl auf das gestiegene Konzernergebnis aber auch auf positive Währungsdifferenzen in Höhe von EUR 71,9 Mio. zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote lag am 31.12.2014 bei 45,8 % gegenüber 42,7 % am 31.03.2014.

Die Nettoverschuldung erhöhte sich zum Bilanzstichtag um EUR 42,8 Mio. auf EUR 153,7 Mio., dies entspricht einem Nettoverschuldungsgrad von 30,6 % (31.03.2014: 28,4 %).

Die Zahlen im Detail:

Gem. IFRS; in Mio. €Q1-Q3 2014/15Q1-Q3 2013/14Veränderung
01.04.2014 – 31.12.201401.04.2013 – 31.12.2013
Umsatzerlöse489,4450,98,5%
Bruttogewinn117,193,625,1%
EBITDA127,3100,127,1%
EBITDA Marge (in %)26,0%22,2%-
EBIT70,843,562,9%
EBIT Marge (in %)14,5%9,6%-
Ergebnis vor Steuern66,434,493,0%
Konzernergebnis50,330,465,4%
Gewinn pro gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl (in EUR)1)1,291,0819,4%
Anzahl der Aktien, gewichteter Durchschnitt (in 1.000 Stück)38.85028.19337,8%

1)Höheres Ergebnis trotz erhöhter Anzahl an Aktien infolge der Ausgabe neuer Aktien und dem Verkauf eigener Aktien im September sowie Oktober 2013. Bei gleicher Anzahl der Aktien wie in der Vergleichsperiode würde der Gewinn pro Aktie EUR 1,79 betragen

Business Unit Mobile Devices & Substrates mit überdurchschnittlicher Performance

Die Business Unit Mobile Devices & Substrates, derzeit für 56,7 % des Konzernumsatzes verantwortlich, konnte den Umsatz in den ersten drei Quartalen von EUR 252,3 Mio. um 10 % auf EUR 277,6 Mio. steigern. Diese Entwicklung ist vor allem auf den höherwertigeren Produktmix und positiven Währungsumrechnungseffekten zurückzuführen. Dabei konnte AT&S das Momentum in Q3 mit zahlreichen Produktlaunches nützen und die gute Positionierung im High-End Segment in der Mobilkommunikation festigen und ausbauen.

Business Unit Industrial & Automotive (inkl. Medical) mit weiterem Umsatzwachstum

Die Business Unit Industrial & Automotive (inkl. Medical) erzielte in der Berichtsperiode eine Umsatzsteigerung von   7,5 % auf EUR 210,2 Mio. Wesentliche Treiber im Automotive Segment waren sogenannte Advanced Driver Assistance Systeme (ADAS) wie beispielsweise Spurwechsel-Assistenten. Im Bereich Industrial lieferte AT&S verstärkt Lösungen für erhöhte Sensorikanforderungen, die im Zusammenhang mit Industrie 4.0 Anwendungen stehen. In der Medizintechnik unterstützte vor allem die Nachfrage nach mobilen Patienten-Monitoring Anwendungen die Umsatzentwicklung.

Aufbau IC-Substrate Werk Chongqing im Plan – Start Ramp-Szenarien

Der Aufbau des Werkes in Chongqing mit der strategischen Ausrichtung auf die Produktion von IC-Substraten (Integrated Circuit Substrates) verläuft planmäßig. Die Equipment Charakterisierung und Zertifizierung für die erste, bereits installierte Produktionslinie wurde in Q3 fortgesetzt. Darüber hinaus ist das Projekt in eine weitere Phase der Realisierung eingetreten und es wurden die Verhandlungen über den Produktmix und der Ramp-Szenarien begonnen. Der Vorstand rechnet mit Abschluss der Gespräche in den kommenden Monaten.

Zum Stichtag 31.12.2014 hat AT&S EUR 171,7 Mio. an Sachanlagen in Chongqing investiert.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2014/15 wird angehoben

Das Management erwartet für das vierte Quartal einen normalen saisonalen Verlauf mit reduzierter, aber weiterhin guter Nachfrage bei mobilen Endgeräten und eine anhaltend starke Nachfrage im Bereich Industrial und Automotive sowie Medical.

Auf Basis der erfreulichen Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten sowie unter Berücksichtigung der Saisonalität im Bereich Mobile Devices & Substrates im vierten Quartal, unter der Voraussetzung eines makroökonomisch stabilen Umfeldes und Einbeziehung derzeitiger Wechselkurse, hebt der Vorstand den Ausblick für das Geschäftsjahr 2014/15 an und geht von einem Umsatz in Höhe von EUR 623-633 Mio. (VJ: EUR 589,9 Mio.) aus. Dies entspricht einer Steigerung von 6-7 %. Die EBITDA-Marge soll zwischen 23-24 % (VJ: 21,6 %) und damit deutlich über dem Zielkorridor von 18-20 % liegen.

Januar 26, 2015 17:49 Veröffentlicht von